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Eng verbunden mit den Olympischen Winterspielen 1936 waren kommunale Bauprojekte. Parallel zu den Sportstätten entstanden ein neues Rathaus und ein Festsaal, die beide am 2.2.1936 eingeweiht wurden.
Das Rathaus wurde zum Verwaltungssitz des neu geschaffenen Marktes Garmisch-Partenkirchen, der am 1.1.1935 durch die erzwungene Zusammen-legung der bis dahin eigenständigen Gemeinden Garmisch und Partenkir-chen entstanden war. Diese Zwangsvereinigung erfolgte unter massivem politischen Druck: Den Gemeinderäten wurde angedroht, sie würden bei Widerstand verhaftet und ins Konzentrationslager Dachau gebracht. Die neuen Bürgermeister und Gemeinderäte wurden nicht gewählt, sondern in Abstimmung mit der NS-Kreisleitung vom Bezirksamt ernannt.
Im Festsaal am Kurpark in Garmisch fanden während der Winterspiele prunk-volle Empfänge und Bankette statt, darunter am 4.2.1936 der Empfang für die in- und ausländische Presse. Diese Veranstaltungen dienten dazu, das nationalsozialistische Regime im bestmöglichen Licht darzustellen. Zwei Jahre nach den Olympischen Winterspielen, am 18.2.1938, organisierte NS-Kreisleiter Johann Hausböck im Festsaal eine groß angelegte antisemitische Kundgebung unter dem Titel „Fremdensaison ohne Juden?“. Dabei forderte er ein „judenfreies“ Garmisch-Partenkirchen.
Das Areal, auf dem anlässlich der Olympischen Winterspiele 1936 ein
Festsaal errichtet worden war, wurde nach dem Zweiten Welt-krieg schrittweise umgestaltet und erweitert. 1964 entstanden der „Konzertsaal Richard Strauss“ und das „Obere Foyer“. Anlässlich der Alpinen Skiweltmeisterschaften kamen 1977 der „Festsaal Werden-fels“ mit Foyer dazu. Dort finden nach wie vor Kongresse, Tagungen und Kulturveranstaltungen statt. Der 1998 fertiggestellte Erweite-rungsbau beheimatet das „Kleine Theater“ und die „Bühne U1“.
Municipal construction projects were closely linked to the 1936 Olympic Winter Games. Alongside the sports venues, a new town hall and a festive hall were built and officially inaugurated on February 2, 1936.
The town hall became the administrative seat of the newly created municipality of Garmisch-Partenkirchen, which had been formed on January 1, 1935 through the forced merger of the previously independent communities of Garmisch and Partenkirchen. This enforced unification took place under severe political pressure: members of the municipal councils were threatened with arrest and imprisonment in the Dachau concentration camp should they resist. The new mayors and municipal council members were not elected but appointed by the district office in coordination with the Nazi district leadership.
During the Olympic Winter Games, the festive hall at the Kurpark in Garmisch hosted lavish receptions and banquets, including a reception for the domestic and international press on February 4, 1936. These events served to present the National Socialist regime in the most favorable light. Two years after the Winter Games, on February 18, 1938, Nazi district leader Johann Hausböck organized a large-scale antisemitic rally in the festive hall under the title “Tourist Season Without Jews?”, calling for a “Jew-free” Garmisch-Partenkirchen.
The site on which a festival hall had been built for the 1936 Winter Olympic Games was gradually redesigned and expanded after the Second World War. In 1964, the “Richard Strauss Concert Hall” and the “Upper Foyer” were constructed. On the occasion of the Alpine World Ski Championships, the “Werdenfels Festival Hall” with its foyer was added in 1977. To this day, the complex continues to host congresses, conferences, and cultural events. The extension completed in 1998 houses the “Small Theatre” and the “U1 Stage”.
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