Beginn der Zwangsenteignung für das Hallenbad anlässlich der geplanten Olympischen Winterspiele 1940

Beginn der Zwangsenteignung für das Hallenbad anlässlich der geplanten Olympischen Winterspiele 1940

„Am Samstag, 8. Juli [1939] wurde Pfarrer Hoffmann vom Gemeindekämmerer, Herrn Stegmaier, angerufen; der Kämmerer fragte an, zu welcher Zeit im Laufe des Montag er ins Pfarramt zu einer Besprechung kommen könne. Nachdem die Stunde festglegt war, deutete Herr Kämmerer noch an, daß es sich um eine Angelegenheit handle, die wahrscheinlich nicht angenehm sei. Das Grundstück hinter der Kirche, auf welches einst die Evangel. Schule gebaut werden sollte, sei als Bauplatz für das Olympia-Hallenschwimmbad ausersehen. Pfarrer Hoffmann entgegnete sofort, daß dieser Platz nach wie vor für die Kirchengemeinde als Bauplatz unentbehrlich sei. (…) Herr Kämmerer Stegmaier erwiderte, er wisse nicht, ob dieser Einwand angenommen würde. Mit etwas betonter Stimme fügte er hinzu: ‚Bauherr ist das Deutsche Reich‘.“

 

Quelle: Pfarrchronik der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Garmisch-Partenkirchen

Foto: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen, Fotoarchiv Blumenthal, FD 5296

 

(nach Gespräch zwischen Marktarchivar und Pfarrer Dubberke im Frühjahr 2025 per E-Mail eingesendet)

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