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Olympia-Hallenbad

Olympia-Hallenbad

Deutsch

Im Zusammenhang mit den geplanten Olympischen Winterspielen 1940 war in Garmisch-Partenkirchen der Bau eines Olympia-Hallenbads vor-gesehen. Zur Finanzierung stellte Adolf Hitler eine Summe von 500.000 Reichsmark aus seinem Privatvermögen zur Verfügung. Für die Umsetzung des Bauvorhabens musste die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen Grundstücke von zwei Eigentümerparteien erwerben. Während die katholische Pfarrei Partenkirchen ihr Grundstück unfreiwillig, aber ohne Widerstand, veräußerte, verweigerte die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde zunächst den Verkauf. Erst nach der Androhung einer Zwangs-enteignung kam es zu einer widerwilligen Einigung und zum Verkauf an die Marktgemeinde.

Aufgrund des kriegsbedingten Baustopps verblieb das Hallenbad im Roh-bau. In der Folgezeit wurde das unvollendete Gebäude für wehrwirtschaftliche Zwecke genutzt. Nach einer Übersicht des Landratsamts Garmisch-Partenkirchen waren im Jahr 1944 insgesamt 67 Personen dort für die Firma Adolf Weinig tätig. Es ist anzunehmen, dass es sich dabei um ausländische Zivil-oder Zwangsarbeiter handelte.

 

NUTZUNG NACH 1945

Statt eines Olympia-Hallenbads befinden sich auf dem Gelände am Kankerweg heute zwei Bil-dungs- und Sozialeinrichtungen für Kinder und Jugendliche. Das Gebäude der Zugspitz-Realschule – zunächst „Knabenrealschule“ – wurde 1982 fertiggestellt und von 2022 an umfassend saniert und erweitert. Gleich nebenan befindet sich seit 1981 das Jugendzentrum des Marktes Garmisch-Partenkirchen – früher bekannt als „JUZ“, jetzt als „Jugendtreff PULS“.

English

In connection with the planned 1940 Olympic Winter Games, the construction of an Olympic indoor swimming pool was planned in Garmisch-Partenkirchen. To finance the project, Adolf Hitler made 500,000 Reichsmarks available from his private assets. In order to carry out the construction project, the municipality of Garmisch-Partenkirchen had to acquire land from two property owners. While the Catholic parish of Partenkirchen sold its land involuntarily but without resistance, the Protestant Lutheran parish initially refused to sell. Only after the threat of compulsory expropriation was a reluctant agreement reached and the property sold to the municipality.

Due to the construction halt caused by the war, the indoor swimming pool remained an unfinished shell. In the following period, the incomplete building was used for purposes related to the war economy. According to an overview by the District Office of Garmisch-Partenkirchen, a total of 67 people were employed there in 1944 for the company Adolf Weinig. It can be assumed that these individuals were foreign civilian workers or forced laborers.

 

USE AFTER 1945

Instead of an Olympic indoor swimming pool, the site on Kankerweg is now home to two educational and social institutions for children and young people. The building of the Zugspitz-Realschule—initially known as the “Knabenrealschule”—was completed in 1982 and has undergone extensive renovation and expansion since 2022. Right next door, the youth center of the municipality of Garmisch-Partenkirchen has been located there since 1981—formerly known as the “JUZ,” and now operating as the “Jugendtreff PULS.”

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