Wir sagen Danke an alle Menschen, die bei „50 Jahre Momo“ mitgewirkt haben. Schauspielerinnen und Schauspieler, Gästeführerinnen, Techniker, Journalistinnen und Journalisten, Schülerinnen und Schüler und das grandiose Publikum haben gezeigt, dass kooperative Kulturformate funktionieren und nachhaltig begeistern können.
Es war ein vielseitiges Kulturjahr 2023. Gefeiert wurde das 50 jährige Jubiläum von dem Buch „Momo“, welche 1973 von Michael Ende veröffentlicht wurde. Michael Ende war ein deutscher Schriftsteller. Er wurde am 12. November 2929 in Garmisch-Partenkirchen geboren.
Vielen Dank an dieser Stelle dem Bezirk Oberbayern sowie allen Sponsoren und Unterstützern.

Liebe Freundinnen und Freunde von Michael Ende,
vor einem halben Jahrhundert ist dem genialen Autor aus unserem Heimatort mit seiner „Momo“ ein Meisterwerk der deutschsprachigen Literatur gelungen. Das sage ich aus tiefster Überzeugung, denn auch ich habe, wie so viele Millionen andere Leser, dieses unglaublich tiefgehende Werk als Kind und später auch als Erwachsene mit meinen Kindern verschlungen. „Momo“ ist nicht nur ein Kinderbuch – „Momo“ ist ein Literaturklassiker.
Und daher freue mich sehr, dass wir diesem Werk und seinem Schöpfer, unserem kulturellem Leuchtturm Michael Ende, ein ganzes Jahr widmen dürfen. Ein ganzes Jahr voll Kunst, Kultur und natürlich Literatur liegt vor uns, und ich bin schon sehr gespannt auf die einzelnen Interpretationen, die natürlich für alle unsere Bürgerinnen und Bürger, egal ob alt oder jung, ob mit oder ohne Beeinträchtigung gedacht sind.
Ich wünsche uns allen viel Spaß mit „Momo“ im Jahr 2023 und ich bin mir sicher, es ist für jeden sein persönliches „Highlight“ dabei.
Ihre
Elisabeth Koch
1. Bürgermeisterin

Ein halbes Jahrhundert alt wird Momo also in diesem 2023. Kaum zu glauben, denn während wir, ihre Wegbegleiter, unser Alter inzwischen nicht länger verleugnen können, bleibt sie ewig jung. Was zweifellos daran liegt, dass Fantasie und Poesie zeitlos sind – in einer Geschichte von Zeit umso mehr.
Zeitlos ist auch die Freundschaft, die sie, liebe Garmisch-Partenkirchener, Momos Schöpfer entgegenbringen. Und weil es etwas Besseres als Freundschaft kaum zu feiern gibt, feiern Sie dieses Jubiläum nicht nur an einem festgesetzten Tag, sondern laden uns ein ganzes Jahr hindurch dazu ein. Ich bin sicher, Michael Ende hätte daran seine Freude gehabt. Er liebte es, mit Freunden zu feiern, ihnen seine Zeit zu schenken und die ihre zu genießen. An seinen Ursprung in Garmisch hat er sich immer mit Stolz und Wärme erinnert. Er kam gerne hierher zurück und hätte es sich nicht nehmen lassen, der Einladung zu Ihrem Fest zu folgen.
Herr Dr. von Gronau und ich als Verwalter seines Nachlasses folgen ihr ebenfalls mit Freude. Wir sind dankbar, dass Michael Ende in seinem Geburtsort unveränderliche Wertschätzung entgegengebracht wird und dass man sich ihm verbunden fühlt, wie auch er sich zeitlebens Garmisch verbunden fühlte. In diesem Sinne – feiern wir, nehmen wir uns Zeit füreinander. Denn wir kennen ja das Geheimnis: Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen.
Roman Hocke
„Momo“ – ist sicherlich eines der bekanntesten Werke von Michael Ende, der am 12. November 1929 in Garmisch-Partenkirchen geboren wurde und als Leuchtturm und Leitbild aus dem kulturellen Leben im Ort nicht wegzudenken ist. Die Erscheinung dieses Werks jährt sich 2023 zum fünfzigsten Mal. 1973 wurde „Momo“ veröffentlicht – und kurz danach zu einem der weltweit bekanntesten Kinderbüchern.
Der Markt Garmisch-Partenkirchen plant im Jahr 2023 gemeinsam mit den örtlichen Kulturschaffenden nun ein ganzes „Momo-Jahr 2023“. Hier soll das Werk Michael Endes anhand unterschiedlichster Kunst- und Kulturfelder in 12 Monaten und im Lichte der vier Jahreszeiten interpretiert werden. Hierbei geht es mehr um die Botschaft, als um ein großformatiges Festival. Es geht weniger um die Eventidee, sondern um feine, authentische und tiefgehende Momente bei den Veranstaltungen, welche über das ganze Jahr verteilt sind. Es geht um Zeit, Liebe, Achtsamkeit und Vergänglichkeit.
Die Idee ist, einen nachhaltigen ganzjährigen Effekt zu erzielen und den Ort mit seinen verschiedenen Kulturakteuren zu vernetzen sowie eine überregionale Strahlkraft zu erreichen – aber auch den Ort mit seinen Bürgerinnen und Bürgern für das Thema und das Werk Endes zu sensibilisieren.
Alle, die sich beteiligen oder zuschauen möchten, verstehen wir als „Freunde“, für die wir uns Zeit nehmen, um inne zu halten, in dieser komplexen und dynamischen Welt – um Zeit zu schenken und miteinander zu teilen. So ist es die Schlüsselfigur „Momo“, die die besondere Gabe des Zuhörens in sich trägt und mit ihren Freunden teilt.
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Ein Streifzug durch Michael Endes Geburtsort – Handys raus, Ohren spitzen, Augen auf!
Ein kleiner Glücksfall für den Wechselbezug zwischen Geschichte und Geographie. Denn obwohl Michael Ende insgesamt keine drei Jahre in Garmisch-Partenkirchen verbracht hat, gehört seine Zeit hier doch zu den prägendsten Momenten seines Lebens. Hier wurde er gleich zweimal geboren: Erst als Baby, dann als Schriftsteller.
Diese biographischen Spuren kann man wörtlich nehmen und ihnen hinterher spazieren. Wetterunabhängig und in individuellen Tempo.
Benötigt wird lediglich ein Smartphone mit Webzugang und einer beliebigen App zum Scannen von QR-Codes.
An jeder Station finden wir eine kleine Tafel mit einem QR-Code samt Logo, z. B. „Michael-Ende-Weg, Station 1“. Wer den Code scannt, bekommt spannend aufbereitete, augenzwinkernde Wissens-Schmankerl über Ende aufs Ohr (je ca. 3 Minuten Spielzeit).
Die Projektwebseite bietet auch Zugriff auf weitere Bonus-Informationen: Historische Fotos, eine Gedicht-Vertonung, Interviews mit Weggefährten, …
Die Reihenfolge der Stationen ist frei wählbar.
Bei der empfohlenen Route ergibt sich eine Wegstrecke von knapp drei Kilometern, die von der Bahnhofsstraße über die Fußgängerzone und St. Martin-Straße bis zum Einstieg in den Kramerplateauweg unterhalb der Kriegergedächtniskapelle führt – oder natürlich auch anders herum.
Partnerin der Veranstaltung ist die Grainauer Autorin Lena Havek. Sie ist Literaturwissenschaftlerin, Journalistin und erfolgreiche Kinderbuchautorin u. a. bei Thienemann-Esslinger. Von Lena Havek stammen auch das Konzept und die Umsetzung.
Für die freundliche und stetige Unterstützung bei dem Projekt danken wir besonders Wilfried Hiller (Komponist), Valerian Naumann (Musiker), Tatjana Pokorny (Juniordirektorin Kleines Theater), Dr. Floriana Seifert (Kulturbeirat) sowie Franz Wörndle (Marktarchivar).
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Michael Ende – der Name klingt gut. „Am Anfang heiße ich Ende.“ So simpel stellte sich der Schriftsteller vor, der den Deutschen die Träume zurückbrachte.
Er wurde am 12. November 1929 im alten Garmischer Krankenhaus geboren und verbrachte seine ersten zwei Lebensjahre im Ort. Später, als Münchner Gymnasiast, kehrte er für weitere zwei Jahre zurück – denn seine ganze Schulklasse wurde im Rahmen der Kinderlandverschickung hierher ausgelagert, um sie vor den Luftangriffen auf München zu schützen. Dem Grauen des Zweiten Weltkriegs begegnete Michael Ende mit der Kraft der Fantasie und fing an zu schreiben. Sein Lieblingstier war das Einhorn, und später als erwachsener Mann war er fest davon überzeugt, dass im Baum vor seinem italienischen Haus ein kleiner Naturgeist wohnen würde, eine sogenannte Dryade, und dass ihm diese Dryade beim Schreiben die richtigen Ideen einflüsterte. Und was das für Ideen waren! 1960 erschien sein erster Kinderroman Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer, doch seinen internationalen Durchbruch feierte er dreizehn Jahre später mit dem Märchen-Roman Momo. Das ist die Geschichte eines kleinen Mädchens, das erfolgreich gegen Zeitdiebe kämpft. Mit seinem größten Erfolg Die Unendliche Geschichte von 1979 stand Michael Ende insgesamt 111 Wochen auf Platz 1 der Bestsellerliste. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt, mehrfach verfilmt und zählen längst zu den absoluten Klassikern für alle Altersgruppen.
Michael Endes Werk erzählt vom Triumph des inneren Kindes über die Zumutungen der Welt – und dieses innere Kind begann sein Leben hier ganz real in Garmisch-Partenkirchen. Wer mehr über den großen Schriftsteller erfahren und auf seinen biographischen Spuren durch den Ort spazieren möchte, kann gerne auch die weiteren fünf Stationen des Michael-Ende-Wegs besuchen – gemütlich zu Fuß oder barrierefrei hier auf der Webseite.
Und damit unsere Gedanken umso verträumter davongaloppieren können, hören wir jetzt zum Abschluss noch das Klavierstück „Das Einhorn von Bomarzo“, das der Komponist Wilfried Hiller im Gedenken an seinen Freund Michael Ende komponiert hat…

INTRO: Sie hören den Erlebnisweg EndeGAP, Station 1: Die Unendliche Geschichte beginnt mit schlechtem Wetter
TON: Regengeräusche Wolkenbruch, Gewitter
Na, wie ist das Wetter gerade? Ist der Himmel womöglich bedeckt, regnet es vielleicht sogar? Das wäre ein schöner Einstieg in diese Geschichte! Denn einem ordentlichen Wolkenbruch ist es zu verdanken, dass Michael Ende überhaupt geboren wurde. Wie das kam?
Im Sommer 1928 macht sich der junge surrealistische Maler Edgar Karl Alfons Ende in Hamburg auf den Weg, um sein Glück im Süden zu finden. Genauer gesagt reist er einem Mädchen hinterher, in das er unsterblich verliebt ist. Um ihre Tochter vor dem brotlosen Künstler in Sicherheit zu bringen, haben ihre Eltern sie in ein Internat nach Garmisch gesteckt. Als er das erfährt, reist ihr der siebenundzwanzigjährige Edgar umgehend hinterher.
Deshalb hat er weder Mantel noch Regenschirm dabei, als er in Garmisch aus dem Zug steigt. Eben hat er sein Zimmer in der Pension „Nirwana“ bezogen und will sich im Ort ein wenig umsehen, als es fürchterlich zu schütten beginnt. Edgar läuft ein paar Meter die Bahnhofsstraße hinab und flüchtet vor dem Regen in einen kleinen Laden. Nicht gerade die ideale Wahl für einen jungen Mann ohne das nötige Kleingeld: Dort werden nämlich Spitzen aus Arabien, Halbedelsteine und allerlei Kunsthandwerk verkauft. Aber egal, es ist trocken und warm, und außerdem wird Unterhaltung geboten: Die Geschäftsinhaberin hat ein Kapuzineräffchen namens Jonathan, das zur Freude der Kundschaft und zum Verdruss der Näherinnen überall herumturnt und alles durcheinanderbringt.
Scheinbar auch die Gefühle von Edgar Ende. Denn die Geschäftsinhaberin, die gefällt ihm irgendwie.
Luise, genannt Lise, Bartholomä stammt aus dem Saarland und hat sich nach einer Kindheit im Waisenhaus die Eigenständigkeit hart erkämpft. Sie war schon Lehrerin in Palästina und Krankenschwester im Ersten Weltkrieg. Jetzt betreibt sie zwei Läden in Garmisch mit mehreren Angestellten. Sie ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte Dreißig – und einsam.
Doch zum Glück hört der Regen an diesem Nachmittag in Garmisch einfach nicht auf. Und der Gast aus Hamburg, der ihr eigentlich viel zu groß und zu gutaussehend ist, will einfach nicht gehen. Sie schimpft ein bisschen mit ihm, was ihn wiederum schwer beeindruckt. So eine kleine Person, und so ein Temperament! Aber sie kann ihn ja schlecht davonjagen, der holt sich noch eine Erkältung!
Und so kommt er nach Ladenschluss mit in Lises Wohnung im ersten Stock des sogenannten Bunten Hauses. Dort zeigt Edgar Lise sein Skizzenbuch. Sie bieten sich das Du an, trinken Tee und unterhalten sich bis ins Morgengrauen über Kunst, Literatur und Philosophie. Die Chemie stimmt: Lises Einsamkeit und Edgars unglückliche Liebe zur Internatsschülerin sind Geschichte. Noch im Herbst verloben sie sich, am 22. Februar des Folgejahres wird geheiratet.
Und pünktlich neun Monate später, am 12. November 1929 um Viertel nach Fünf am Nachmittag, erblickt ihr einziges Kind Michael Andreas Helmuth Ende das Licht der Welt.
Hier im sogenannten Bunten Haus, das Anfang der Achtziger Jahre abgerissen wurde, hatte die kleine Familie Ende zwar eine wirtschaftlich knappe, menschlich aber sehr gute Zeit.
Übrigens, drehen Sie sich einmal um und entdecken Sie selbst, wie sich manchmal der Kreis der Geschichte schließt: Beinahe an derselben Stelle wie einst Lises Laden gibt es mit dem Schmuckatelier Dörre heute auch wieder ein Geschäft für schöne Dinge.
Und selbst wenn es gerade nicht regnen sollte – schauen Sie doch einmal hinein! Möglicherweise treffen Sie da drinnen ja jemanden ganz Besonderen. Hier hat ja schließlich schon einmal eine unendliche Geschichte begonnen …

INTRO: Sie hören den Erlebnisweg EndeGAP, Station 2: Wie das Reich Phantásien mit einem Kaiserschnitt startete
TON: Ein Neugeborenes wimmert, danach Kinderlachen
Sehen Sie den großen, neu angelegten Spielplatz „GaPark“ vor sich? Vielleicht ist ja gerade Betrieb und Sie entdecken todesmutige Tretrollerfahrer, schwitzende Sandschaufler oder balancierende Ballerinas!
Das wäre ganz im Sinne des Mannes, der exakt hier vor fast hundert Jahren geboren wurde. Genau an der Stelle, wo jetzt die Kinder toben, stand nämlich bis 2015 das alte Garmischer Gemeindekrankenhaus. Das lässt sich noch gut an der Adresse erkennen: Krankenhausstraße 1. Und dort erblickte am 12. November 1929 um Viertel nach Fünf am Nachmittag der spätere Schöpfer Phantásiens das spätherbstliche Licht Garmischs, obwohl „Phantásien“ ja rein vom Klang her viel besser zu „Partenkirchen“ passen würde. Doch die beiden Orte sollen erst 1935 im Zuge der Winterolympiade miteinander zwangsverbandelt werden, weshalb es bis heute auch zwei Trachtenvereine, zwei Musikkapellen und zwei Festwochen gibt.
Michael Andreas Helmuth Ende ist das erste und einzige Kind für Edgar und Luise, genannt Lise Ende. Beide Eltern freuen sich riesig auf ihn, doch er lässt sich Zeit. Die werdende Mutter träumt von einem jungen Löwen, den sie einen Berg hinauftragen müsste. Weil sie sehr klein und schmal und bereits 37 Jahre alt ist, entscheidet sich der betreuende Arzt zu einem Kaiserschnitt. Der Chirurg Dr. Mehltretter führt den schwierigen Eingriff durch. Der aufgeregte junge Vater Edgar Ende telegrafiert seinem Bruder nach Hamburg: „Junge geb. Kaiserschnitt Lise sehr schlimm Edgar“. Über neun Pfund wiegt der junge Löwe. Eine Weile sieht es so aus, als würde Lise Ende den schweren Eingriff gar nicht überleben. Zwölf Tage bleiben Mutter und Kind im Krankenhaus. Doch Michael übersteht den holprigen Start ins Leben gut. Er wächst und gedeiht sogar außergewöhnlich schnell. So schnell, dass er dadurch seine eigene Taufe sabotiert: Das wunderschöne Taufkleid aus arabischer Spitze passt dem Fünf-Kilo-Brocken nicht. Schnell bestellt die Mama per Luftfracht ein Größeres. Doch als das dann endlich ankommt, passt der kleine Wonneproppen Michael auch da nicht mehr hinein! Kurzerhand verzichten die stilbewussten Eltern auf die Taufe und beschließen, dass ihr Sohn später einmal selbst über seinen Glauben entscheiden soll.
Ein großer Skandal ist das nicht, weil es die Endes sowieso nicht mehr lange in Garmisch hält. Die wirtschaftliche Lage ist schlecht. Mit insgesamt 540 Reichsmark hatte die schwierige Geburt ein gewaltiges Loch ins Budget gerissen, zumal Lise schon in der Schwangerschaft ihr Filialgeschäft schließen musste. Und im Werdenfelser Land fehlt die Kundschaft für die Kunst des jungen Vaters Edgar. „In Garmisch kann ein Maler nichts werden, der muss nach München!“, sagt er. Also zieht die kleine Familie 1931 nach München-Obermenzing. Dort läuft es vier Jahre lang ganz wunderbar. Edgar Endes surrealistische Gemälde verkaufen sich gut, bis sie mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten plötzlich als entartete Kunst gelten.
Dass es jedoch hier und heute wieder Kindern und Kindsköpfen möglich ist, sich ganz fantastisch auszuleben – das hätte wohl der ganzen Familie Ende gut gefallen.

INFO Sie hören den Erlebnisweg EndeGAP, Station 3: Mit der Kinderlandverschickung in die innere Welt
TON: Lärmende Schulklasse bzw. „Kinder, lasst uns Unsinn machen…“
Nein, Michael Ende ist kein guter Schüler. Es sei denn, er darf sich etwas ausdenken. Sein Mitschüler Adam Heer erinnert sich an einen Aufsatz in der ersten Klasse zum Thema „Mein Traum“, bei dem der siebenjährige Michael über zwölf Seiten fabriziert! Zitat Adam Heer: „In der Pause fragte ich ihn, wie es ihm möglich sei, so schnell und so viel zu schreiben. Seine Antwort: Wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, hätte ich fünfundzwanzig Seiten schreiben können.“
Abgesehen von Aufsätzen sei die Schule für ihn ein einziger langer, grauer Gefängnisaufenthalt gewesen, sagt Michael Ende hinterher. Allerdings ergibt sich 1943 immerhin der Wechsel in ein „Gefängnis“ mit besserer Aussicht: Wegen der zunehmenden Luftangriffe auf deutsche Städte werden komplette Schulklassen mitsamt Lehrkräften in ländliche Gebiete ausgelagert – die sogenannte Kinderlandverschickung. So landet Michael im mittlerweile vereinigten Garmisch-Partenkirchen.
Insgesamt zwei Jahre wird er in seinem Geburtsort verbringen. Zuerst hier, im ehemaligen Haus Kramerhof. Laut Eigenwerbung ist das damals eine „Hotel-Pension, 3 Minuten vom Bahnhof entfernt, 3 Minuten vom Marktplatz Garmisch, schönst gelegenes Gartencafé, ruhig und staubfrei, prachtvolle Aussicht, fließendes Wasser, Zentralheizung, vorzügliche Verpflegung.“ Am erhalten gebliebenen Vorderhaus lässt sich dieser einstige Glanz noch erkennen. Michael aber schläft mit seinen drei Freunden im Hinterhaus, und dort denken sie sich jede Menge Streiche aus. Zum Ärger des Hausmeisters starten sie zum Beispiel selbstgebaute Raketen, deren Feuerstrahl die Fassade verrusst.
Zitat Wolfgang Haehn: „Von der Stube 31 aus gingen also furchtbare Untaten im Kramerhof umanand. Einmal haben wir eine Farbe erwischt, eine Leuchtfarbe. (…) Und dann haben wir uns bei der Nacht einmal alle drei mit der Farb eingschmiert, so wie ein Totenkopf, also die Augen ausgespart natürlich. Und dann sind wir mitten in der Nacht in die Zimmer rein und haben so Hu-hu-huu gemacht…“
Gruselig sind die Zeiten aber auch ganz ohne Leuchtfarbe. Manchmal glüht der Himmel über dem Kramer nachts von einem Höllenfeuer: Dann brennt München. Michael kommt fast um vor Sorgen um seine Mutter, bis er einmal ein Telegramm erhält: „Atelier abgebrannt, bin gesund, Mama.“ Ablenkung findet der mittlerweile Vierzehnjährige in der Bibliothek des Kramerhofs. Er greift zu den Gedichten von Novalis alias Graf von Hardenberg. Besonders dessen Hymnen an die Nacht beeinflussen ihn stark. Als sein Freund Matthias Erzählungen schreibt und sie ihm zeigt, denkt sich Michael: „Das kann ich auch!“ Und er schreibt zehn Gedichte, die allerdings alle noch mit der Überschrift Bitte nicht lesen beginnen. Diesen Wunsch wollen wir respektieren. Wer allerdings in sein frühes Talent hineinhören möchte, findet im Anhang das sogenannte „Apokalyptische Gebet“. Michael Ende schrieb es im Alter von erst dreizehn Jahren als Reaktion auf die Hamburger Bombennächte.
Doch wie war das noch mit der angeblich so vorzüglichen Verpflegung im Kramerhof? Michael Ende findet das Essen im Kramerhof jedenfalls schrecklich und vor allem zu wenig. Seine Mutter Lise reist extra aus München an, um sich darüber zu beschweren – doch der Schuss geht nach hinten los: Um den Querulanten loszuwerden, steckt man Michael in das „Haus Roseneck“ an der Partnachstraße, gar nicht weit von der einstigen Familienwohnung im Bunten Haus entfernt.
Hier schmeckt es ihm gleich viel besser. Und hier verliebt er sich auch das erste Mal so richtig ernsthaft. Aber davon mehr bei Station 4 …
Bonus: Interview mit Adam Heer, (Audiodatei „Das Apokalyptische Gebet“)

INTRO: Sie hören den Erlebnisweg EndeGAP, Station 4: Erste Liebe auf der Rentner-Rennstrecke
TON: Kinder rufen durcheinander, haben Spaß
Wir befinden uns unterhalb der Kriegergedächtniskapelle, an einem der schönsten Abschnitte des sonnigen Kramerplateaus mit dem herrlichen Panorama auf Tal und Berge. Psst, mal ganz unter uns: Dieser Kramerplateauweg, so schön er ist, wird heutzutage gern als „Rentner-Rennstrecke“ bezeichnet. Das war aber nicht immer so! Denn Anfang 1944 wird Michael Ende in das Haus Roseneck in der Partnachstraße 12 „strafversetzt“. In diesem Winter verliebt er sich in eine fabulöse Skifahrerin aus dem Nachbargebäude, genannt die „Kochelberg-Musch“. Als sich allerdings bei einem ersten Gespräch herausstellt, dass sie schon ein Jahr älter ist als er, da lassen es beide ganz schnell wieder bleiben mit dem Anbandeln. Doch auch im Haus Roseneck selbst gibt es ein hübsches Mädel. Die Hotelbesitzerfamilie Keltsch wohnt mit ihrer Tochter Gudrun im dritten Stock. Und da kommt der Neuzugang gerade recht: Der nette Gymnasiast soll Gudrun Latein-Nachhilfe geben. Aber lassen wir sie selbst erzählen, wie das ablief – und was sich hinterher alles so am Kramerplateauweg abspielte!
Originalaufnahme Gudrun Guizzardi: „Ich kam heim mit meinen Hausaufgaben, hab die Hausaufgaben abgeschrieben auf einen Zettel, und hab sie da auf den Stufen unter den Teppich geschoben (lacht) und da hat der die rausgezogen, hat mir die Hausaufgaben gemacht, und am Abend habe ich sie mir abgeholt und schön wieder in mein Heft reingeschrieben, also das war ein kleiner Betrug (…) Er muss damals so um die fünfzehn rum gewesen sein und ich war so vierzehn ungefähr. Was mir gefallen hat, war eben, weil er, weil man sich fantastisch mit ihm unterhalten konnte. Wir waren oft, wir sind oft zusammen spazieren gegangen am Kramerplateauweg, auch oben auf dem Kramerplateau. Wo gehen heute die jungen Leute hin? Auf den Kramerplateauweg. (…) Ich durfte ja nur – ich hatte ja große Schwierigkeiten, damals überhaupt wegzugehen. Man war ja damals als Mädchen sehr betreut. Aber da meine Familie die Ende-Familie kannte, war das der einzige, mit dem ich überhaupt rausgehen durfte. (Lacht dreckig) Ja, das ist ein anständiger Junge, mit dem kannst du ruhig gehen!“
Abgesehen von den bedrückenden weltgeschichtlichen Umständen hat Michael Ende jetzt also doch noch eine schöne Zeit in Garmisch-Partenkirchen. Er kommt gut an, bei den Mädchen und überhaupt. Die Begeisterung der anderen Kinder bestärkt ihn. Kreativ sein, Worte jonglieren, Geschichten erfinden und damit den Alltag verzaubern – er ist auf dem richtigen Weg. Doch Ende 1944 gehen Hitler die Soldaten aus. Immer jünger werden die Schüler, die man schlecht vorbereitet und ausgerüstet in den Krieg schickt. An einem einzigen Tag fallen drei Klassenkameraden von Michael Ende. Schließlich bekommt auch der mittlerweile fünfzehnjährige Michael den gefürchteten Brief: Er zerreißt ihn, packt seine Sachen und flüchtet. Zu Fuß, per Anhalter und als blinder Passagier auf Lastwägen schafft er es bis nach München-Solln zu seiner Mama.
So verlässt er Garmisch-Partenkirchen das zweite Mal.
Bonus: Interview mit Gudrun Guizzardi, geborene Keltsch

INTRO: Sie hören den Erlebnisweg EndeGAP, Station 5: Wurzeln für die Fantasie der Zukunft
TON: Konzert-Töne (Von Wilfried Hiller)
Herzlichen Glückwunsch, Sie stehen hier an einem Ort, an dem sich gleich drei magische Welten überschneiden! Musik, Theater und Literatur. Hinter Ihnen die dramatische Antike mit Richard Strauss‘ bekanntesten Opernfiguren Salome, Daphne und Elektra, rechts vor Ihnen das mit viel Herzblut geführte Kleine Theater – und vor Ihnen der Michael-Ende-Kurpark mit all seinen versteckten Anspielungen auf das Werk des großen Schriftstellers. Dort drinnen erwartet uns auf 35.000 Quadratmetern mit rund 40.000 Pflanzen eine Oase der Fantasie. Man kann Garten-Schach spielen, einen Barfußpfad entlangspazieren, sich im Kneippbecken beim alten Mühlrad abkühlen, abends Live-Musik hören oder einfach nur auf einem verwunschenen Bankerl sitzen und ein Buch lesen …
1989 pflanzte Michael Ende hier im Herzen von Garmisch-Partenkirchen eine Kaiserlinde als Symbol seiner Verwurzelung mit dem Heimatort. Übrigens hat die Juniordirektorin des Kleinen Theaters, Tatjana Pokorny, die Pflanzaktion damals moderiert und kann sich noch gut an ihre Begegnung mit Michael Ende erinnern. „Als großer Fan von Michael Ende war ich natürlich sehr aufgeregt, ihn nicht nur zu treffen, sondern diese Aktion auch moderieren zu dürfen. Ich fühlte sofort eine große Verbindung zu ihm.“ (Tatjana Pokorny)
Es ist eine schöne Fügung, dass der Michael Ende-Kurpark ein Theater als Nachbarn hat: Denn ursprünglich wollte Michael Ende seine Kreativität als Schauspieler auf den Bühnen dieser Welt ausleben, durchlief sogar die Ausbildung an der bekannten Münchner Falckenberg-Schule. Zum ersten Mal ins Rampenlicht trat aber trat er hier mitten im Park, bei den Bunten Abenden, die seine Schulklasse im Kurhaus inszenierte. Davon erzählt sein Mitschüler und langjähriger Freund Wolfgang Haehn in einer Originalaufnahme von 2004: „Und da hat der Michael also dann den Ritter Hadubrand, die Geschichte, gesungen. So Hadubrand, Hadubrand … und da kam ein Gespenst, nämlich, weil der Ritter Hadubrand sei Braut irgendwo zum Felsen hinuntergestürzt hat. Und dann kam in der Nacht ein Gespenst zum Ritter Hadubrand und hat immer so gesungen: Hadubrand, Hadubrand, und da erzählt er: Pfui Teufel! Und verschwand (lacht) Also solche Sachen. Die hat er hervorragend gut gekonnt. Und wir haben eine Mordsgaudi gehabt. “ Die Lehrer formulierten ihre Bewunderung damals etwas anders: „Als Schüler taugt der Ende nichts, aber in seine Bunten Abende kommen wir alle gern.“
Die Schwelle zum Erwachsensein, die überschreitet Michael Ende in Garmisch – jedenfalls theoretisch. In seinem Kopf erhält er sich die kindliche Fantasie zum Glück das ganze Leben lang. Und jetzt gehen Sie ruhig einmal hinein in diesen ganz besonderen Park! Sehen Sie nach, wie groß Michael Endes Linde im vergangenen Vierteljahrhundert gewachsen ist. Ringsherum wurde ein Rasenlabyrinth angelegt, das man nachspazieren kann. Auch das Kurhaus, in dem vor bald 80 Jahren Michael Endes Bühnen-Begeisterung begann, steht natürlich noch. Suchen Sie den tanzenden blauen Faun und gucken nach, wo sich Ritter Hadubrand versteckt! Finden Sie heraus, wo die Schildkröte Morla wohnt und welches Momos Lieblingsplatz im Amphitheater sein könnte.
Vielleicht wird es ja auch Ihrer?
Bonus: Interview mit Wolfgang Haehn

Anlässlich des Jubiläumsjahres haben die Mitglieder des Vereins Werdenfelser Künstler e. V. eine Ausstellung zum Thema Phantásien konzipiert. Eine Woche lang verwandelt sich das Foyer des Kongresshauses in einen feinen Kunstkosmos, in dem auf Staffeleien verschiedenen Werke präsentiert werden. Zudem bieten die Künstlerinnen und Künstler ein kreatives Begleitprogramm für Kinder an.
++ Alle Kinder in Garmisch-Partenkirchen sind aufgerufen mitzumachen. Ein 15 m langer Tisch wurde im Foyer des Kongresshauses aufgebaut und mit einer bisher leeren Papierrolle bestückt. Lediglich die Lokomotive und einige bekannte Freunde aus Michael Endes Werken sind schon zu sehen. Hier heißt es, malen, was das Zeug hält, damit der Zug viele Gäste nach „Phantasien“ mit nimmt.++
täglich geöffnet: 10 – 18 uhr
Kongresshaus, Foyer
Richard- Strauss-Platz, Garmisch-Partenkirchen
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Wir haben uns mit Dr. Floriana Seifert unterhalten, einer ausgewiesenen Michael-Ende-Expertin.
Die gebürtige Garmisch-Partenkirchnerin begeistert sich seit ihrer Kindheit für Michael Ende und sein Werk. Sie studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Theaterwissenschaften. Im Rahmen ihrer Promotion widmete sie sich dem Werk von Michael Ende und kam damit später auch in beruflicher Hinsicht in Berührung. Seit 2015 betreute sie das Archiv des Michael-Ende-Nachlasses und arbeitete ab 2018 für die Autoren- und Verlagsagentur AVA international. 2016 wurde sie Mitglied im Kulturbeirat des Marktes Garmisch-Partenkirchen und betreut das Archiv des Michael-Ende-Nachlasses für den Markt.
Was begeistert Sie an Michael Endes Werk?
Michael Ende benutzt eine starke Bildsprache und kreiert mit ihr phantastische Welten. In diese bin ich schon als Kind liebend gerne eingetaucht, und das hat sich bis heute nicht geändert. Seine Sprache und die Art des Erzählens sind einzigartig. Sein Werk ist lehrreich, auch wenn Michael Ende nie vor hatte belehrend zu sein. Dennoch vermittelt er seinen Leser*innen eindringlich, dass es höchste Zeit ist, unser Bewusstsein für die Welt und die Menschlichkeit zu schärfen.
Kann uns das Buch Momo also auch 50 Jahre nach seinem Erscheinen noch Neues erzählen?
Die Aktualität von Momo ist enorm. Sie nimmt sogar immer mehr zu, und das bedeutet nicht unbedingt Gutes. Momo ist in meinen Augen eine Aufforderung an die Menschen, die negativen Parallelen zwischen der im Buch geschilderten Realität und unserer Lebenswirklichkeit zu reduzieren. Natürlich ist unser Radius begrenzt und kein einzelner Mensch kann die negativen Strukturen unserer Gesellschaft oder die Schäden des Planeten allein beheben, aber jeder kann seinen Beitrag dazu leisten.
Das Mädchen Momo aus dem Roman ist das beste Beispiel dafür. Sie steht mit ihrem engsten Umfeld in Kontakt, kann so wunderbar zuhören, dass die Menschen gesund davon werden, und sie ist im Einklang mit der Natur und ihrer Lebenswelt. Sie stellt sich ihren Feinden, den Grauen Herren, die Schnelllebigkeit, Hetze und die Gefahr um die Menschheit mit sich bringen. Momo hat mächtige Freunde, aber ihre größte Kraft liegt in ihr selbst. Michael Ende bietet in Momo keine Patentlösung zur Weltrettung an, sondern er lässt ein kleines Mädchen zur Botschafterin hierfür werden.
Das regt zum Reflektieren an, zum Weiterentwickeln der Gedanken, zum kreativen und phantasievollen Denken. Das ist eine neue Form des Denkens, die nicht immer rational sein muss. Aber ich glaube, wir brauchen in Zukunft tatsächlich ganz neue Arten des Denkens.
In der Ausstellung „Geh doch zu Momo“, die ab Juli im Werdenfels Museum zu sehen ist und die Museumsleiterin Dr. Constanze Werner und ich gemeinsam kuratieren, versuchen wir diese tieferen Schichten von Momo freizulegen und gleichzeitig alle, Erwachsene und Kinder, zu begeistern.
Was bedeutet Zeit für Sie?
Für mich hat die Zeit zwei Ebenen. Da ist zum einen die gewohnte Sichtweise auf Zeit. Die Zeit in der wir unser Leben in eine Struktur wie Stunden, Tage und Jahre aufteilen. Es gibt noch eine zweite Ebene, nämlich die Beschaffenheit der Zeit selbst. Egal wie der Mensch mit ihr umgeht, die Zeit hat immer ihren Rhythmus, nur unsere Sichtweise lässt sie zäh, schnell, kurz, lang oder auch leicht wirken. Das ist es auch was Beppo, die Figur aus dem Buch Momo vermittelt. Er zeigt, wie es funktionieren kann wieder bewusster mit der Zeit umzugehen. Richten wir uns danach fühlen wir uns nicht durch die Zeit eingeengt, sondern können uns in ihrem Rhythmus frei bewegen, indem wir diesen Rhythmus zu unserem machen.
Was hat Sie dazu bewogen nach vielen Jahren wieder in Ihren Geburtsort Garmisch-Partenkirchen zurückzukehren?
Garmisch-Partenkirchen bedeutet für mich Ruhe. Mein Mann und ich haben gerne in der Großstadt gelebt, aber als Familie mit Kind sehen wir unsere Zukunft ganz klar hier. Wir fühlen uns sehr wohl, die Entschleunigung beginnt sofort. Die gute Luft, die Ruhe der Berge und die ausgesprochen schöne Landschaft lassen einen Frieden und Dankbarkeit spüren.
Mitunter fällt es uns Menschen schwer, uns im Alltag Zeit für uns selbst zu nehmen. Wie gelingt es Ihnen am besten?
Am besten nehme ich mir Zeit für mich, wenn ich mich wieder „hören“ kann. Dazu kann es gerne mal ruhig sein, muss es aber nicht. Hierfür bin ich gerne mal allein, aber auch das ist nicht notwendig. Am besten nehme ich mich wahr, wenn ich bei mir bin und mir darüber bewusst bin. Natürlich ist das im Alltag schwierig umzusetzen, aber ich versuche es, damit ich mir nicht davonlaufe. Wenn es klappt, dann helfen sogar ganz alltägliche Handlungen wie Zwiebelschneiden dabei sich zu erden und im Moment zu sein.
Michael Ende ist eine tragende Säule im kulturellen Leitbild des Marktes Garmisch-Partenkirchen. Wie können wir es schaffen, diesen „Leuchtturm“ noch heller und nachhaltiger zum Strahlen zu bringen?
Leben und Werk von Michael Ende wird in Garmisch-Partenkirchen schon seit Jahrzehnten gedacht und gepflegt. Es wurde ein solider Grundstock durch die Michael-Ende-Tage während des Kultursommers und das vielschichtige Engagement in den vergangenen Jahren gelegt. Das Jubiläumsjahr zum 50ten Geburtstag von Momo ist nun eine wichtige Initialzündung für neue und nachhaltige Projekte, wie zum Beispiel den Michael Ende Weg, die Überarbeitung des Kurparks etc. Bei den Vorbereitungen für dieses Jahr war es schön zu sehen, dass die Aufforderung: „Es kann wirklich jeder mitmachen“, aufgegangen ist. Der Stoff von Michael Endes Werk ist umfangreich und noch lange nicht erschöpft. Ich baue darauf, dass wir in den nächsten Jahren mit der Ideenfindung und Umsetzung weitermachen werden.

Franz Wörndle, Jahrgang 1957, ist gebürtiger Garmisch-Partenkirchner und seit Oktober 1994 Marktarchivar im hiesigen Rathaus. Nach dem Abitur studierte er Didaktik der Deutschen Sprache, Neuere Deutsche Literatur und Klassische Philologie und absolvierte anschließend eine Ausbildung bei Siemens zum Technischen Redakteur. Als Marktarchivar war er unter anderem an der Entstehung der ehemaligen Michael-Ende-Ausstellung im Garmischer Kurhaus beteiligt und engagierte sich auch in vielen anderen Projekten rund um den berühmten Autor. Bevor er sich im Juli 2023 in den Ruhestand verabschiedet, möchten wir es nicht versäumen, ihn noch einmal über Michael Ende und dessen Bedeutung für Garmisch-Partenkirchen zu befragen.
Nun schließt sich der Kreis, und Ihre Ära als Archivar des Marktes Garmisch-Partenkirchen endet. Was möchten Sie den Bürgerinnen und Bürgern noch mitgeben?
Das Marktarchiv ist keine Enklave. Es steht allen geschichtsinteressierten Bürgerinnen und Bürgern für Forschungsvorhaben offen. Garmisch-Partenkirchen hat eine sehr interessante und vielschichtige Ortsgeschichte. Es hat es mich immer sehr gefreut, wenn Bürgerinnen und Bürger historische Unterlagen in das Marktarchiv gebracht haben, die sonst vielleicht entsorgt worden wären. Daher appelliere ich an alle, die Kulturgüter haben, diese dem Marktarchiv anzubieten.
Welche Dokumente sind denn für das Archiv interessant?
Das können Ansichtskarten, Plakate, Feldpostbriefe oder Lebensmittelmarken aus der Zeit des Ersten und Zweiten Weltkrieges, Firmen- und Vereinschroniken, Festschriften, Bücher und Zeitschriften zur Geschichte des Marktes, Notgeld von Garmisch und Partenkirchen aus den Jahren 1919 bis 1923 sein. Aber auch Ortspläne und Landkarten von Garmisch-Partenkirchen und Umgebung, alte Speisekarten von hiesigen Gaststätten, historische Fotografien von Gebäuden, Straßen, Plätzen, besonderen Veranstaltungen, Alltagsszenen, früheren Arbeitsstätten und alten Arbeitsgeräten, Sportereignissen und Freizeitaktivitäten oder Fotos aus der Kriegs- und Besatzungszeit, Tagebücher, Aufzeichnungen und Dokumente über weltliches und religiöses Brauchtum, schriftliche Aufzeichnungen über den Arbeitsalltag bis hin zu Dokumenten über Feste und Jubiläen.
Ein Marktarchivar ist ja gewissermaßen ein „Hüter der Zeit“. Was bedeutet Zeit für Sie?
Es gibt ein schönes arabisches Sprichwort, das in meinem Büro hängt: „Wenn Du Dein Leben lang einsammelst, wann willst Du das Gesammelte genießen?“ Ich werde versuchen die Zeit nach dem Sammeln für das Archiv sinnvoll zu nutzen, denn Zeit ist wertvoll und die Lebenszeit ist endlich. Jedenfalls sollen mich die Grauen Herren nicht in ihre Fänge bekommen.
Welche Verbindungen hatten Sie während Ihrer Zeit im Marktarchiv mit Leben und Werk von Michael Ende?
1999 begann mit dem Festabend zu seinem 70. Geburtstag meine intensive Beschäftigung mit ihm. Durch den Kultursommer 2004 entstand die wunderbare Ausstellung zu seinem und seines Vaters Leben und der Kontakt zu vielen seiner Freunde. 2007 schien es mir, als ob Michael Ende mit der Dauerausstellung „Der Anfang vom Ende“ endlich wieder in seinem Geburtsort angekommen wäre. Mit der endgültigen Schließung der Ausstellung und dem Ende des Kultursommers wurde es wieder sehr still um ihn. Jetzt scheint aber wieder ein Lichtstreif am Horizont zu sehen zu sein.
Gibt es ein Werk von Michael Ende, das Ihnen persönlich besonders viel bedeutet?
Momo. Es war schon aktuell, als Michael Ende es schrieb und wird in unserer schnelllebigen Zeit immer aktueller.
Was bedeutet Michael Ende für Garmisch-Partenkirchen?
Er ist einer der beiden „Kultur-Leuchttürme“, aber seine Leuchtkraft muss meiner Ansicht nach noch viel mehr zum Strahlen gebracht werden. Michael Ende ist ein Beispiel dafür, dass in Garmisch-Partenkirchen neben dem Sport und der Natur auch immer schon die Kultur vorhanden war, die jedoch im Vergleich nie gleichwertig behandelt und wertgeschätzt wurde. Da Michael Ende ein wirklicher Weltliterat war, sollte auch im touristischen Sinne mehr mit ihm und seinen Botschaften geworben werden.
Haben Sie Ideen, wie Leben und Werk Michael Endes im Ort sichtbarer gemacht werden können?
Lesungen und Theaterstücke, die über das ganze Jahr verteilt an seine Werke erinnern, müssen ein fester Bestandteil des kulturellen Leitbildes werden. Meiner Ansicht nach könnte man die Erinnerung an Michael Ende – ähnlich wie bei Richard Strauss – am besten und nachhaltigsten mit einem jährlichen Festival wachhalten. Der Michael-Ende-Kurpark muss endlich noch viel deutlicher seinem Namen gerecht und die von Pe Hebeisen und Thomas Bruner geplante Parkgestaltung vollendet werden. Bereits an den Ortseingängen muss, wie es jetzt im Jubiläumsjahr der Fall ist, mit entsprechenden Schildern die Verbindung von Michael Ende zu seinem Geburtsort dauerhaft vor Augen geführt werden. Und wenn ich träumen darf: Eine neue Dauerausstellung im Kurhaus Garmisch würde sicher auch heute noch Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern.

Roman Hocke studierte deutsche und italienische Literatur in Zürich, Rom und München. Ab 1981 war er 17 Jahre beim Stuttgarter Weitbrecht Verlag tätig, zunächst als Lektor, dann als Verlagsleiter und Geschäftsführer. Roman Hocke war eng mit Michael Ende befreundet und arbeitete fast zwei Jahrzehnte als Lektor mit ihm zusammen. Seit Michael Endes Tod betreut er als Herausgeber dessen literarischen Nachlass. An den beiden Realverfilmungen von „Jim Knopf“ wirkte Roman Hocke als Creative Producer mit. Darüber hinaus vertritt Roman Hocke seit 1997 als selbständiger Literaturagent Autoren, wobei er sich auf Michael Endes Lebensmaximen aus Neugier, Fantasie, Poesie und Offenheit stützt. Seine Agentur, die AVA international, hat ihren Sitz in München und vertritt unter anderem folgende Autoren: Sabine Ebert, Andreas Englisch, Sebastian Fitzek, Wolfram Fleischhauer, Andreas Gruber, Markus Heitz, Charlotte Roth, Ursula Poznanski, Peter Prange, Michael Tsokos.
1. Sie haben Michael Ende persönlich gekannt. Wie haben Sie sich kennen gelernt? An welche besonderen Momente mit ihm erinnern Sie sich?
Ich war gerade 16 geworden, als Michael Ende und Ingeborg Hoffmann ihr Haus in Genzano di Roma kauften und damit zu unseren Nachbarn wurden. Für mich war er zunächst ein Freund meiner Eltern – interessant, faszinierend, aber ein gutes Stück von mir entfernt. Eine eigene Beziehung zu ihm habe ich erst als Student aufgebaut. Ich studierte Germanistik, Italianistik und moderne Linguistik und hatte die Aufgabe übernommen, die Theorien verschiedener Professoren anhand von Romanbeispielen entweder zu verifizieren oder zu falsifizieren. Den Reaktionen zufolge hatte ich es darin zu einiger Meisterschaft gebracht. Michael Ende allerdings war gar nicht begeistert, ja er war regelrecht erschüttert über mein Literaturverständnis. Kurzerhand erklärte er es zu seiner Pflicht, mein Verhältnis zu Texten „wieder auf die Beine zu stellen“, wie er es nannte. Wie es seine Art war, hielt er mir dazu keine Vorträge, sondern empfahl mir Bücher, von denen er sicher war, dass sie an meiner festgefahrenen Einstellung rütteln würden. An das erste erinnere ich mich noch, als wäre es gestern gewesen. Es war der Roman „Zen oder die Kunst ein Motorrad zu warten“ von Robert Pirsig. Ich verschlang das Buch – und fand mich mir nichts dir nichts auf einem neuen Weg wieder, der mein Leben von Grund auf verändern sollte. Dieser Weg, auf den Michael Ende mir half, ist der Grund, warum ich heute Literaturagent bin und nicht Germanistik-Professor. Ich suche nach gut erzählten Geschichten, und statt sie in ihre Einzelteile zu zerlegen, erlaube ich mir mit dem größten Vergnügen, mich von ihnen verzaubern zu lassen.
2. Was denken Sie, wie hätte Michael Ende die heutige Zeit empfunden?
Jede Reise in eine andere Zeit muss für den Reisenden ja zunächst einmal ein Schock sein – umso mehr, wenn die Reise in die Zukunft führt. Michael Ende war dem Neuen gegenüber offen, verlernte nie das Staunen und bewahrte sich lebenslang seine Neugier. Ein bisschen erschrocken wäre im ersten Augenblick aber sicherlich sogar er gewesen. Die technischen Möglichkeiten hätten ihn verblüfft, die Vorteile der Digitalisierung, die wachsende europäische Gemeinschaft, die Fortschritte in der Medizin und die neuen Entwicklungen in Kunst und Literatur ohne Zweifel zutiefst gefreut. Zugleich hätte er aber auch feststellen müssen, dass viele seiner warnenden Vorhersagen inzwischen Wirklichkeit geworden sind. Entsetzt wäre er von der ökologischen Krise, die immer dramatischere Formen annimmt, von neu aufkeimendem Fanatismus, Hass, neuen Kriegen überall auf der Welt und vor dem wieder sich abzeichnenden Siegeszug der Populisten, den er zu Beginn seines Lebens auf die bekannte katastrophale Weise erfahren musste. Es hätte ihn traurig gemacht, zu erkennen, wie schnell die Solidarität in der Massengesellschaft schwindet, aber Michael Ende war nun einmal kein Mensch, der sich auf Traurigkeit ausruhte. Seine sinnliche Lebensfreude, sein Lachen, seine innige Freude an Freundschaft hätte er sich heute so wenig nehmen lassen wie zu seiner eigenen Zeit, und sie hätte ihm Mut und Hoffnung gegeben. Und die Kraft, neue Bücher zu schreiben, durch neue Geschichten Sinn zu vermitteln, Wege aufzutun, die es uns Menschen ermöglichen, uns für eine gute Seite zu entscheiden.
3. Als Nachlassverwalter hüten Sie das Erbe Michael Endes. Verstehen Sie sich auch als Hüter von Michael Endes Botschaften?
Michael Ende war ein Geschichtenerzähler. Die Verbreitung von Botschaften oder gar Heilslehren war ihm fremd. Seine besondere Sicht auf die Welt aber, sein unbewusstes Bestreben, Poesie, Fantasie und Zauber ins Alltagsleben zu verweben und es dadurch mit Inhalt zu füllen, halte ich für zeitlos und zeitgemäß zugleich. Diese Weltsicht ist unbewusst und absichtslos in seine Erzählungen eingeflossen und drängt sich niemandem auf. Umso lieber rufe ich sie in Erinnerung, bei jeder Gelegenheit, die sich mir bietet. Mir haben seine Gedanken sehr geholfen, mich in dieser Welt zurecht zu finden und meinen Platz darin zu finden, auf meine ganz persönliche Weise.
4. Michael Endes Texte sind zeitlos, weil Sie sich mit grundsätzlichen Fragen der Menschheit wie Zeit, das Miteinander und die Bewahrung der Natur beschäftigen. Mit welcher Sinnfrage beschäftigen Sie sich ganz persönlich aktuell?
Drei Themenkomplexe beschäftigen mich in den letzten Jahren zunehmend: Was geschieht mit uns Menschen, was geschieht mit unserer Gesellschaft, wenn sich unser Denken vom Erfassen von Qualität immer mehr abwendet und sich zunehmend an Quantität ausrichtet? Zugleich scheint es mir, dass wir im Begriff stehen, uns von einer Schriftkultur in eine Bildkultur zu verwandeln. Was hat das für Folgen, worauf müssen wir uns vorbereiten und wovor schützen? Und schließlich lautet die entscheidendste Frage in alledem für mich: Wir können wir in einer Massengesellschaft die menschliche Würde sicherstellen, die sich alleine in Freiheit entwickeln kann? Natürlich macht die Beschäftigung mit diesen Fragen, die ja in die Zukunft unserer Kinder weisen, gelegentlich Angst. Von Michael Ende habe ich aber auch gelernt, an Offenheit und Neugier unbeirrt festzuhalten und mir Raum für Zuversicht zu lassen. Eine gewisse Verunsicherung kann ich nicht leugnen – aber in erster Linie bin und bleibe ich gespannt auf allen Zauber, der da kommt.
Wir sagen Danke an alle Menschen, die bei „50 Jahre Momo“ mitgewirkt haben. Schauspielerinnen und Schauspieler, Gästeführerinnen, Techniker, Journalistinnen und Journalisten, Schülerinnen und Schüler und das grandiose Publikum haben gezeigt, dass kooperative Kulturformate funktionieren und nachhaltig begeistern können.
Es war ein vielseitiges Kulturjahr 2023. Gefeiert wurde das 50 jährige Jubiläum von dem Buch „Momo“, welche 1973 von Michael Ende veröffentlicht wurde. Michael Ende war ein deutscher Schriftsteller. Er wurde am 12. November 2929 in Garmisch-Partenkirchen geboren.
Vielen Dank an dieser Stelle dem Bezirk Oberbayern sowie allen Sponsoren und Unterstützern.
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„Das große „Momo“ – Jubiläum“, 10. Oktober 2022, Tagblatt-Momo-10.10.2022.pdf
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